Die größten Meisterwerke der Literatur für Ihre eigene Sammlung

„Sein Simplicissimus ist ein unmittelbar aus dem Volk gegriffener, poetischer, treuer Gesell … und es ist eine Lust zuzusehen, wie er diese bestialische Welt humoristisch zu bewältigen weiß. Selbst mit dem herzzerreißenden Jammer und dem bloß Wüsten weiß uns der Dichter zu versöhnen …“ – Joseph von Eichendorff –

Ebenso kein geringerer als Thomas Mann war begeistert von dem ersten großen Roman der deutschen Sprache:

im Jahre 1669 in zunächst 5 Büchern als „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ unter dem Pseudonym German Schleifheim von Sulsfort erschienen, wurde das Werk alsbald durch das 6. Buch, die „Continuatio“, ergänzt. Offenbar handelt es sich hier um einen nachträglichen Einfall, zu dem der Autor durch den großartigen Erfolg seiner Arbeit angeregt wurde.

Begleiten Sie Melchior Sternfels von Fuchshaim alias Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges.

Obwohl in der Ich-Form erzählt, ist nicht gesichert überliefert, ob es sich tatsächlich um autobiographische Erlebnisse des Autors handelt: der Romanheld, ein geistig vermeintlich minderbemitteltes Kind, dessen Unschuld durch seinen Namen symbolisiert wird („Der Einfältigste“).

Inhalt und Handlung

Die Romanfigur wächst auf einem Bauernhof im Spessart auf. Plündernde Truppen überfallen den Hof, foltern oder vergewaltigen die Bewohner. Der Junge flieht, und wird von einem Einsiedler zur Religion erzogen. Bei ihm lernt „Simplicius“, wie er ihn fortan nennt, lesen und schreiben. Nach dessen Tod nimmt die turbulente Geschichte ihren Lauf: wieder auf der Flucht vor plündernden Truppen gelangt er nach Hanau, wird dort zunächst als Spion verdächtigt, um daraufhin am Hofe zum Narren „ausgebildet“ zu werden. Immer wieder auf der Flucht, zwischenzeitlich an Pocken erkrankt oder in Gefangenschaft, macht er unzählige Bekanntschaften mit Freund und Feind. Als Jäger von Soest kommt er zu Ruhm und Ehre, lehrt als Forscher dem russischen Zaren die Pulverherstellung, umrundet die ganze Welt, bis in sein Weg schließlich auf eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela führen soll. Sein Schiff sinkt -er kann sich abermals retten- und lebt nun als Einsiedler auf einer einsamen Insel. Hier schreibt er seinen Lebensbericht nieder, und übergibt ihn einem vorbeifahrenden holländischen Kapitän: das letzte Buch ist quasi die erste Robinsonade der deutschen Literatur.

Dieses großartige Werk ist eine fesselnde Abenteuergeschichte, die die Entwicklung und Reifung eines Charakters erzählt, der mit Humor und trockener Ironie den Widrigkeiten des Lebens und den Eitelkeiten der Menschheit trotzt.

»Es hat mir so wollen behagen, mit Lachen die Wahrheit zu sagen«

Gewiss ist das barocke Deutsch der Urfassung für den Leser nur schwer zugänglich. Reinhard Kaiser hat den Simplicissmius in einer meisterlichen Übersetzung ins Hier und Jetzt versetzt, ohne den Charakter und den Zeitgeist der damaligen Zeit zu überdecken.

Ganz besonders gefällt mir auch die Ausgabe des Eichborn Verlages Frankfurt: ein wirklich hochwertiger und wertvoller Einband dieses großartigen Meisterwerkes. Auch wenn diese Ausgabe ohne den berühmten Kupferstich auf der Titelseite auskommen muss, so ist sie doch optisch ein wahrer Leckerbissen für Ihr Bücherregal (oder besser gesagt: Ihre Bibliothek).

Der Simplicissimus als erstes großes Volksbuch der Deutschen: Ein Muss in jeder Büchersammlung!

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Aktuelle Top-Angebote der Telekom, Online-Vorteile, Attraktive Prämien