Die größten Meisterwerke der Literatur für Ihre eigene Sammlung

„Konrad!“, sprach die Frau Mama,
„Ich geh´ aus, und Du bleibst Da!“

Ob jung oder alt, jeder kennt den Bildband „Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3–6 Jahren“, besser bekannt als „Der Struwwelpeter“.

Es ist zwar nicht das erste Buch in deutscher Sprache, aber mit Sicherheit eines der ersten, an das wir uns alle erinnern können. Für viele von uns war es auch eine ganze Zeit lang bestimmt das wichtigste Buch im Leben. Vielleicht ist es das auch heute noch.

Der Struwwelpeter ist nach den Märchen der Gebrüder Grimm das am weitesten verbreitete deutsche Kinderbuch. Es soll in über 35 Sprachen übersetzt worden sein.

Deshalb möchte ich diesen Blog auch mit der Vorstellung genau diesen Werkes eröffnen.

Die Entstehungsgeschichte des Struwwelpeter

In Ermangelung eines geeigneten Weihnachtsgeschenkes für seinen dreijährigen Sohn Carl, fasste der Frankfurter Arzt Heinrich Hoffmann in den Jahren 1844/45 den Entschluss, einen eigenen Bildband zu verfassen. Er reichte das Werk bei Freunden und Bekannten herum, welche ihn recht schnell zu einer Veröffentlichung ermutigten. In Windesweile erlangte das Werk allseits Beachtung und Berühmtheit.

Lustige Geschichten und drollige Bilder

„Sieh einmal hier steht er, Pfui, der Struwwelpeter“,

„Konrad!, sprach die Frau Mama, „Ich geh´aus, und Du bleibst da!“,

„Suppenkaspar“, „Zappel-Philipp“, „Hans-guck-in-die-Luft“….

Die Geschichten des „Struwwelpeter“ sind seit über einem Jahrhundert fester Bestandteil unseres Sprachgebrauches.

Aus heutiger Sicht

Die Methoden des Erziehungsanspruches in diesem Buch mögen für heutige Maßstäbe zwar nicht mehr als zeitgemäß oder gar politisch korrekt gelten. Die Gewalt im „Struwwelpeter“ ist für Kinderbücher aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert jedoch nicht ungewöhnlich. Auch in der Grimm´schen Märchenwelt werden Augen ausgepickt, Hände abgeschnitten, Köpfe abgehackt. Ebenso geht es in Wilhem Buschs „Max und Moritz“ auch nicht gerade zimperlich zu. Seiner Ursprünglichkeit und dem damaligen Zeitgeist verpflichtet, gehört „Der Struwwelpeter“ auf alle Fälle zur Grundaustattung einer jeden Büchersammlung.

Der erst im letzten Jahr verstorbene US-amerikanische Kinderbuchautor Maurice Sendak bezeichnete den „Struwwelpeter“ als graphisch eines der schönsten Bücher der Welt.

Und nun:

»Sei hübsch ordentlich und fromm, bis nach Haus ich wieder komm!«

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